Deutscher Hopfen­wirtschafts­verband trauert um Josef Grauvogl

grauvogl-02-2015Pfaffenhofen, 31.10.2018. Der Deutsche Hopfen­wirtschafts­verband (DHWV) trauert um seinen langjährigen Geschäfts­führer Josef Grauvogl, der am 29. Oktober 2018 plötzlich verstorben ist. Von 1985 bis zu seinem Ausscheiden Ende 2017 war Josef Grauvogl für den Deutschen Hopfen­wirtschafts­verband tätig. Er habe sich, so DHWV-Vorsitzender Peter Hintermeier, unermüdlich und vor allem aus voller Überzeugung für die Belange der deutschen, europäischen und internationalen Hopfenwirtschaft eingesetzt.

Mit Überzeugungs-, aber auch Integrations­kraft, einem festen Ziel vor Augen und nachvollziehbarer, logischer Argumentation, mit seinem juristischen Sachverstand und, wenn es sein musste, mit der sprichwörtlichen Hallertauer Hartnäckigkeit habe Grauvogl die notwendigen Verhandlungen geführt. Er selbst hat seine Arbeitsweise so beschrieben: „Mit Herz und Verstand einen Beitrag leisten, der der Hopfen­wirtschaft insgesamt dient und diese für eine positive Zukunft voranbringt.“

Josef Grauvogl, so der DHWV-Vorsitzende, habe ganz wesentlich dazu beigetragen, dass sich die deutsche Hopfen­vermarktung ständig an die sich wandelnden Bedürfnisse des internationalen Marktes anpassen und damit eine kontinuierlich positive Entwicklung nehmen konnte. „Die Hopfenwirtschaft, Pflanzer, Verarbeiter und Vermarkter, haben ihm viel zu verdanken. Wir betrauern mit seiner Familie den Tod eines langjährigen Mitstreiters.“ (Hintermeier).

Der Deutsche Hopfenwirtschaftsverband e.V. (DHWV)

Der Deutsche Hopfenwirtschaftsverband e.V. (DHWV) stellt die Berufsorganisation der ganz überwiegend international operierenden Vermarktungsfirmen für Rohhopfen und Hopfenerzeugnisse in Deutschland dar. Zu den wichtigsten Aufgaben dieser zumeist mittelständisch strukturierten Unternehmen zählen die Übernahme der Rohhopfen von den einzelnen Hopfenerzeugern und eine dauerhafte und zuverlässige Belieferung der weltweiten Brauindustrie. Dazu werden in technisch besonders qualifizierten Verarbeitungsbetrieben verschiedene, natürliche Hopfenerzeugnisse hergestellt. Schonend erzeugte Hopfenpellets und Hopfenextrakt bieten dem Brauer einen gleichbleibend qualitativen Einsatz im Brauprozess und sorgen für eine hohe Lagerstabilität.

Die Berufsorganisation firmierte nach der Gründung der Bundesrepublik bis Mitte der 90er Jahre zunächst unter der Bezeichnung „Verband der Hopfenkaufleute und Hopfenveredler e.V.“ bevor die aktuelle Bezeichnung gewählt wurde. Die Mitgliedsbetriebe vermarkten und verarbeiten rund 90% des in Deutschland angebauten Hopfens. Ebenso wird ein erheblicher Teil der in den Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft produzierten Rohhopfen über diese Firmen vermarktet. Die Betriebe sind überwiegend mittelständisch geprägte Personengesellschaften im Familienbesitz.

Der DHWV vertritt die gemeinschaftlichen Interessen der Hopfenvermarkter gegenüber Ministerien, Behörden und nahezu sämtlichen Einrichtungen aus dem Bereich der Züchtung und Forschung für Hopfen. Mit den anderen Berufsverbänden und Beteiligten aus dem Bereich der Hopfen- und Brauwirtschaft sucht er im regelmäßigen Dialog eine stetige Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit dem Ziel einer weltweit erfolgreichen und auch deregulierten Versorgung der Brauindustrie und Non-Food-Bereiche mit Hopfen.

Mehr Informationen zum Verband>>

Leitbild des Deutschen Hopfenwirtschaftsverbandes e.V.